Weisheitszahnoperation
19. Sep 2009 | Rubrik: Zahnbehandlung beim ZahnarztNicht wenige Menschen haben Probleme mit ihren dritten Backenzähnen, den sogenannten Weisheitszähnen, die etwa zwischen dem 18ten und 25ten Lebensjahr zu wachsen beginnen. Manchen fehlt die Anlage für einen oder mehrere dieser Zähne auch völlig. Diese Personen können sich glücklich schätzen, denn die Weisheitszahnoperation gehört zu den gefürchtesten Kieferoperationen überhaupt.
Allerdings zu Unrecht, denn meistens veläuft die Zahnextraktion, die unter örtlicher Betäubung vorgenommen wird, völlig komplikationslos und auch der Heilungsprozess bereitet im Regelfall keine besonderen Schwierigkeiten. Grund hierfür ist auch, dass der Eingriff gleich beim jungen Menschen erfolgen sollte, deren Kieferknochen noch nicht zu sehr verhärtet sind und deren Wundheilung rascher verläuft als bei älteren Patienten.
Die Indikationen zur Entfernung der Weisheitszähne sind vielfältig. Die Lage in den hinteren Backentaschen erschwert eine gründliche Pflege, so dass Karies und Parodontose wesentlich häufiger auftreten als bei den anderen Zähnen. Schlimmer ist, dass die Weisheitszähne oft nur zu Hälfte oder gar nicht durchbrechen und im Kieferknochen stecken bleiben. Dies kann zu Entzündungen des Kiefers oder zu Verschiebungen der anderen Backenzähne führen, so dass an der Entfernung der dritten Backenzähne oft kein Weg vorbei führt.
Wird der Weisheitszahn herausoperiert, muss dazu das Zahnfleisch herausgeschnitten und der Kieferknochen aufgebohrt werden. Einfach ist die Entfernung, insbesondere der unteren Weisheitszähne, für den Chirurgen nicht, da hier Nervenbahnen verlaufen, die nicht beschädigt werden dürfen. Obwohl die Weisheitszahnentfernung mittlerweile zu den Routineoperationen gehört, kann deshalb eine vorsorgliche Extraktion der Weisheitszähne nicht immer empfohlen werden.