Zähne verblenden

16. Dez 2008 | Rubrik: Zahn Magazin

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Bei der Zahnverblendung unterscheidet man zwischen der Verblendung einer künstlichen Zahnkrone und der Verblendung natürlicher Zähne.

Zahnkronen werden aus Kostengründen in den meisten Fällen aus Metall hergestellt und für ein ästhetisches Aussehen mit Keramik verblendet. Kunststoff eignet sich nur für die Außenseiten der Zähne. Für die Kauflächen ist Kunststoff wegen der geringeren Haltbarkeit und der größeren Belastung nicht geeignet.

Für die Verblendung natürlicher Zähne stehen dünne Keramikschalen, die so genannten Veneers, zur Verfügung. Sie sind lichtdurchlässig und werden mit einem speziellen Zahnverbundstoff auf der Zahnoberfläche festsitzend aufgebracht.

Veneers werden hauptsächlich bei Frontzähnen und vorderen Backenzähnen eingesetzt. Sie kaschieren Verfärbungen, unschöne Zahnfüllungen, Zahnfehlstellungen, leichte Zahnschäden oder auch Zwischenräume zwischen den einzelnen Zähnen. Zum Einsatz kommen Veneers auch bei abgebrochenen Zähnen oder bei unterschiedlicher Größe der Zähne.

Bevor die Veneers aufgebracht werden können, muss der Zahn entsprechend präpariert werden. Dazu wird der Zahn mit einer Säure aufgeraut und eine hauchdünne Schicht (0,3 – 1,0 mm) vom oberen Zahnschmelz abgetragen. Nun wird ein Abdruck genommen und im zahntechnischen Labor die Keramik-Veneers passgenau angefertigt. Keramik ist ein sehr verträgliches und haltbares Material. Die Zahnverblendschalen können jedoch auch aus einem geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt werden.

Bei modernen Verfahren (Non-Invasive Veneers) werden die Verblendschalen so hauchdünn angefertigt, dass keine Abtragung des Zahnschmelzes für das Verblenden der Zähne mit Veneers mehr erforderlich ist.

Veneers aus Keramik haben eine Haltbarkeitsdauer von ca. 15 Jahren. Sie sind ideal, um das ästhetische Erscheinungsbild eines oder mehrerer Zähne oder einer ganzen Zahnreihe wieder herzustellen, denn Veneers haben das gleiche optische Aussehen wie natürliche Zähne, ein Unterschied ist kaum feststellbar. Allerdings: Nur die wenigsten Zahnzusatversicherungen zahlen Veneers unter allen Umständen – eine genauer Leistungsvergleich neben dem Preisvergleich lohnt sich deshalb im Vorfeld.

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