Zahnfisteln – Eiterbildung an der Zahnwurzel
22. Jan 2009 | Rubrik: ZahnproblemeDie Zahnfistel ist eine Eiterbildung an der Zahnwurzel, sie ist eine chronische Entzündung und kann die Kieferknochen angreifen. Zwischen dem entzündeten Zahn und der Zahnfleischoberfläche befindet sich die Zahnfistel, diese ist ein röhrenförmiger ausgekleideter Tunnelgang. Diese Eiterbildung sollte schnellstmöglich von einem Zahnarzt behandelt werden, ansonsten kann es zu schweren Erkrankungen kommen, beispielsweise einem Herzklappenfehler oder einer Nierenerkrankung. Der Herd der Zahnfistel sitzt im Fistelgrund, dieser besitzt eine Fistelöffnung und einen Fistelkanal. Aus dem Fistelkanal tritt der Eiter aus.
Durch die Entzündung der Zahnfleischtaschen, diese kann durch einen Fremdkörper hervortreten, können sich Zahnfisteln bilden. Mittels Röntgenaufnahmen werden die Ursachen der Zahnfistel aufgezeigt. Diese schmerzhafte Zahnfistel beginnt mit einem kleinen roten Punkt am Zahnfleisch, der durch den Eiter nach kurzer Zeit weiß wird und aufplatzt. Nach dem Austritt des Eiters bildet sich neue Flüssigkeit im Fistelgrund und diese wird durch den Fistelkanal nach außen getragen. Das kann eine schmerzhafte Prozedur sein, da der Eiter in die Mundhöhle gelangt und meistens geschluckt wird.
Mit Hilfe des Zahnarztes wird die Zahnfistel behandelt und verschwindet nach der Bekämpfung des Krankheitsherdes. Hier kann der behandelnde Zahnarzt einerseits einen Zugang von außen auf die Zahnwurzel legen, das heißt durch den Kieferknochen. Der entzündete Bereich und circa drei Millimeter der Wurzelspitze sollten dabei entfernt werden. Bei dieser Art der Behandlung wird die Zahnfistel entleert. Zum Anderen kann auch der betroffene Zahn gezogen werden.
Eine Zahnfistel sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn durch sie können im Nachhinein schwere Erkrankungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten, deshalb ist hier mit dem Zahnarzt schnellstmöglich ein Termin zu vereinbaren.